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Grundvorraussetzungen
Voraussetzungen für den Erwerb
einer Fahrerlaubnis
1.) Teilnahme an den vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Doppelstunden
Theorie-Unterrichten (siehe Tabelle):
| Klasse |
Grundstoff |
Zusatzstoff |
| A |
12 |
4 |
| A1 |
12 |
4 |
| M |
12 |
4 |
| B |
12 |
2 |
| BE |
0 |
0 |
| C |
6 |
10 |
bei Vorbesitz C1/D1
|
6 |
4 |
bei Vorbesitz D
|
6 |
2 |
| CE |
6 |
4 |
| gemeinsam C + CE |
6 |
10 + 4 |
| C1 |
6 |
6 |
| bei Vorbesitz D1/D |
6 |
2 |
| C1E |
6 |
0 |
| gemeinsam C1 + C1E |
6 |
6 |
| D |
6 |
18 |
| bei Vorbesitz C1 |
6 |
12 |
| bei Vorbesitz C/D |
6 |
8 |
| bei Vorbesitz < 2 Jahre B |
0 |
0 |
| D1E |
0 |
0 |
| T |
12 |
6 |
| L |
12 |
2 |
| S |
12 |
2 |
Bei Vorbesitz einer Fahrerlaubnisklasse reduziert sich der Grundstoff
um 6 Doppelstunden.

1b.) Absolvieren die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen besonderen Ausbildungsfahrten für die Klassen A1, A, B, BE, C1, C1E, C und CE (siehe Tabelle):
| Besondere
Ausbildungsfahrten |
A1,
A, B |
A1 auf A
A (leistungs-
beschränkt)
auf A (leistungs-
beschränkt*) |
B auf BE
B auf C1
C1 auf C
C1 auf C1E |
B auf C
C auf CE
|
C1 und C1E
In einem gemeinsamen
Ausbildungsgang |
C und CE
In einem gemeinsamen
Ausbildungsgang |
| Solo |
Zug |
Gesammt |
Solo |
Zug |
Gesammt |
Schulung auf Bundes- oder
Landstraße |
5 |
3 |
3 |
5 |
1 |
3 |
4 |
3 |
5 |
8 |
| Schulung auf Autobahnen |
4 |
2 |
1 |
2 |
1 |
1 |
2 |
1 |
2 |
3 |
Schulung bei Dämmerung
oder
Dunkelheit |
3 |
1 |
1 |
3 |
0 |
2 |
2 |
0 |
3 |
3 |
* vor Ablauf der zweijährigen Frist nach § 6 Abs. 2 Satz 1 der Fahrerlaubnis-Verordnung

1c.) Absolvieren der praktischen Mindestausbildung in den KLassen D1, D, D1E, DE (siehe Tabelle):
Vorbesitz der
Klasse(n) |
Dauer des Vorbesitzes |
Erwerb |
Grundaus-
bildung |
Überland |
Autobahn |
Nachtfahrt |
| C |
C mehr als
2 Jahre |
D |
7 |
8 |
4 |
3 |
| D1 |
6 |
4 |
2 |
2 |
| C |
C bis 2
Jahre
|
D |
14 |
16 |
8 |
6 |
| D1 |
8 |
8 |
4 |
4 |
| B/C1 |
B oder C1 mehr
als 2 Jahre |
D |
33 |
12 |
8 |
5 |
| D1 |
16 |
8 |
4 |
4 |
| B/C1 |
B oder C1 bis 2 Jahre |
D |
45 |
22 |
14 |
8 |
| |
D1 |
41 |
19 |
12 |
7 |
| D1 |
|
D |
20 |
5 |
5 |
5 |
| D |
|
DE |
4 |
3 |
1 |
1 |
| D1 |
|
D1E |
4 |
3 |
1 |
1 |

2.) Der Führerscheinantrag muss beim T. Ü. V. vorliegen.
Damit der Antrag bearbeitet wird, sind folgende Unterlagen zu
besorgen: Für die Klassen A, A1, B, BE, M, L, T, S
- Passfoto (35 x 45 mm)
- Kopie vom Ausweis (Vorder – u. Rückseite)
- Sehtest-Bescheinigung
- Bescheinigung über "Sofortmaßnahmen am
Unfallort"
- Gebühr für Stadtverwaltung und den Kreis
und für die Klassen C, CE, C1, C1E, D, DE, D1, D1E :
- Passfoto (35 x 45 mm)
- Kopie vom Ausweis (Vorder – u. Rückseite)
- ärztliches Gutachten gem. § 11 Abs. 9
- augenärztliches Gutachten gem. 12 Abs. 6
- Bescheinigung über "Erste Hilfe"
- Gebühr für Stadtverwaltung und den Kreis
Der Antrag wird mit diesen Unterlagen bei der Stadtverwaltung
abgegeben, von dort aus an die Kreisbehörde und schließlich
an den T. Ü. V. weitergeleitet. Dieses nimmt ca. vier bis
sechs Wochen in Anspruch. Deswegen ist es ratsam, den Antrag
alsbald nach der Anmeldung in der Fahrschule abzuschicken.

3.) Bevor eine praktische Prüfung abgelegt werden darf,
muss zunächst die theoretische Prüfung
bestanden sein.
Geprüft wird mittels eines Grundfragebogen und einem Fragebogen
mit Zusatzstoff der jeweiligen Klasse. Mit max. 9 Fehlerpunkten
gilt eine theoretische Prüfung als bestanden.
Dem Sachverständigen, der die Prüfung abnimmt, muss
eine vom Fahrschüler und Fahrlehrer/Fahrschulleiter unterschriebene
Ausbildungsbescheinigung vorgelegt werden, auf welcher beide
bestätigen, dass der Fahrschüler an den erforderlichen
Stunden Mindestunterricht teilgenommen hat (Falsche Angaben
können zum Widerruf der Fahrerlaubnis führen und sind
außerdem strafbar).
Diese Prüfung darf frühestens drei Monate vor Erreichen
des Mindestalters durchgeführt werden! Wenn eine (theoretische
wie auch praktische) Prüfung nicht bestanden wurde, darf
diese frühestens nach zwei Wochen wiederholt werden.
Wenn eine (theoretische wie auch praktische) Prüfung zum
dritten Mal nicht bestanden wurde, darf diese frühestens
nach 3 Monaten wiederholt werden.

4.) Bevor die praktische Prüfung abgelegt werden darf,
ist es notwendig, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Fahrstunden
(Grundausbildung, Unterweisungen, Sonderfahrten) durchgeführt
wurden. Außerdem muss der Kandidat in der Lage sein, selbst
in schwierigen Situationen das Fahrzeug sicher und gewandt zu
beherrschen (so verlangt es das Gesetz).

5.) Dem Sachverständigen muss vor der praktischen Prüfung
eine Ausbildungsbescheinigung vorgelegt werden, auf welcher
sowohl der Fahrschüler wie auch der Fahrlehrer/Fahrschulleiter
unterschrieben haben. Mit dieser Unterschrift bestätigen
beide, dass der Fahrschüler eine Grundausbildung hatte
und die gesetzlich vorgeschriebenen Stunden durchgeführt
wurden.

6.) Nach bestandener Prüfung wird der Führerschein
dem Prüfling überreicht (wenn das Mindestalter erreicht
ist).
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